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Unwägbarkeiten des Urlaubs, Tag 4, Beachlive

März 17, 2015

Ein Tag am Strand ist lang und will gut geplant sein.
Nach drei Tagen kann ich meine miturlauber ganz gut einschätzen.  Das Pärchen, das zum Frühstück drei Marmeladentoasts mit abgeschnittenen Rädern isst (sie sehen aus, als würden sie Thomas und Andreas heißen, obwohl es Mann und Frau sind) und jeden Tag die gleichen Liegen nutzt z.b plante sicher nicht damit, dass ich ‚ihre‘ Liegen besetze,  aber das Umdenken hält jung im Kopf, auch wenn sie erstmal blöd aus der Wäsche geguckt haben. A propos Wäsche – das Phänomen,  dass Badehosen immer kleiner werden, je älter der Träger ist, wurde auch noch nicht wissenschaftlich untersucht…
Klein sind in der Regel auch Bikini-Höschen und wenn die Trägerin 6 mal nacheinander an der selben Stelle von einer brechend Welle umgerissen wird, hat sie es auch nicht anders verdient als dass ihr Höschen alleine an den Strand gespült wird.
Wie es sich für Urlaubsregionen gehört wird auch hier viel Schnickschnack angeboten. Von landestypischen Schnitzereien (Elefanten, Pferde, Wildgänse – was man so gemeinhin mit der Karibik assoziiert) über echten Silberschmuck, handgeknüpfte Freundschaftsbändchen bis zu Massagen. Natürlich gibt es Friseure,  die meist jungen blonden Mädchen Rasta-Frisuren auf die Kopfhaut knüppeln. Wie mir ein Barmann sagte, ist diese Frisur in der Karibik kein Zeichen für Schönheit oder Fruchtbarkeit mehr, sondern das Symbol für besonders dumme Touristen. Ich kann den Mann voll und ganz verstehen.
Dann ist da noch Moses, ein uraltes, zahnloses Männchen mit weißem Bart, der mit einer Stimme wie ein Papagei ‚Coconut, fresh Coconut ‚ krächzend über den Strand schlurft. Gestern hat ihm dann einer der Holländer keine Coconut,  sondern die Machete abgekauft,  mit der Moses die Coconut trinkfertig köpft. Der Holländer hat dann eine Flasche Bier geköpft und ich schlafe jetzt etwas unruhiger.
Insgesamt bin ich frohen Mutes, dass ich auch heute wieder alle geplanten Punkte meiner todo Liste erledigen werde.
Hier die Liste:

Bis Morgen!

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Urlaubslogbuch, Tag 3 – Erkenntnisse vom Frühstück

März 16, 2015

Andere Länder andere Sitten. Hier eine kurze Abhandlung über das Verhalten verschiedener Nationen am hiesigen Frühstücksbuffet.
Die Deutschen nutzen das Frühstück zum Erfahrungsaustausch und dem Teilen von Erkenntnissen:
Zimmer ohne Meerblick haben keinen Meerblick
Die Klimaanlage ist zu laut
Die Sitzkissen sind nach dem Regen nass
Das Omelett hat nur zwei Eier
Die Früchte sind nicht ausgeschildert,  man weiß gar nicht, was man da isst
Ist der Schinken bio?
Wo ist die Soja-Milch?
Der Toaster hat keine unterschiedlichen Toaststufen
Einige vom Personal können nichtmal deutsch

Die Franzosen sind fröhlich und bestellen sich eine Flasche Wein – pourquoi pas,  ist ja schließlich Urlaub.

Die Holländer sind einfach nur froh, dass sie die Nacht am Rumfass überlebt haben, darum gibt’s nur Kaffee und Poffertjes,  die aber reichlich.

So, jetzt muss ich ins Meer.

Urlaubsbericht, Tag 2

März 15, 2015

Ui, was für ein ätzend langweiliger Titel, aber nun gut, ich hab ja noch ein bisschen Zeit, mich zu steigern.
Heute war ich Frühstücken und im Meer.
Damit wäre das Thema eigentlich schon durch, man soll ja nicht zu vielen die ersten Tage packen… Praktischerweise gab es gerade noch einen karibischen Platzregen, was die träge Masse der Gäste zu wieselflinken Panikhäschen hat mutieren lassen. Ihnen lieber stoisch, oder positiv gesagt, mit karibischem Laissez-fair nass geworden. Beim Beachvolleyball habe ich den Move „harvesting the coconut“ erfunden und ich habe leichten Muskelkater an den großen Zehen – dieses Geschlurfe in Flipflops muss sich der mitteleuropäische Normzeh erst antrainieren…
Anbei noch ein Schnappschuss vom Regen.

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Himbeergeist zum Frühstück, Tag 1, Nachtrag

März 14, 2015

Kurzes update zum ersten Tag.
Vorneweg: immer noch kein Bargeld, aber mit Maniana und Mastercard kommt man recht weit. Am Nachmittag habe ich mit der Reisegruppe aus Tel Aviv Beach Volleyball gespielt, sicherheitshalber habe ich nur gebaggert,  um nicht beim Pritschen oder Schmettern zufällig anfechtbar zu grüßen. 
Nach dem anschließendem Chicken Sandwich (Notiz an selbst: morgen den Unterschied zum Chicken Burger rausfinden) tummelte ich mich noch im Ozean und danach habe ich direkt Feedback auf meine Leistung bekommen. To Do für den Tag war, gut eincremen und kein Sonnenbrand. Das ist bis auf die linke Schulter, die Striemen links am Bauch und den rechten Fussballen auch gelungen – die Fehler werden sich morgen sicher melden.
Ich schreibe übrigens vom Balkon im 2. und damit höchsten Stock der Anlage und blicke auf den Bar- und Restaurantbereich, in dem gerade ein örtlicher Zampano an der Bontempi-Orgel Las Vegas-Feeling imitiert.
Darauf einen Gran Anejo Rum, Grüße und bis morgen.

P.S. Die deutschen Landsleute erkennt man auch hier an den Socken in den Sandalen

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Himbeergeist zum Frühstück

März 14, 2015

14 Tage Urlaub auf der DomRep stehen an bzw haben schon begonnen und schon hat mich das karibische Lebensgefühl im Griff. Nach dem Frühstück,  als guter Gast war ich jetlagbedingt schon um 7:30 da, habe ich den Ort erkundet, eigentlich mit dem Ziel, Bargeld in Landeswährung zu besorgen. Die drei Geldautomaten waren allerdings außer Betrieb, akzeptierten meine Karten nicht oder sahen aus wie ein Getränkeautomat. Worüber ich mich in Deutschland geärgert hätte,ist mir hier egal. Es gibt auf der anderen Seite (bin heute nur nach links gegangen) noch 4 weitere Banken. Die gucke ich mir dann morgen an. Oder übermorgen.

Jetzt erstmal brav Bundesliga im Radio hören, man hat jaVerpflichtungen…

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Versuch über den Urlaub

Oktober 21, 2013

Urlaub ist ja im Prinzip eine tolle Sache, ist aber trotzdem nicht ohne Tücke.

Das beginnt schon bei einer so banalen Sache wie der Auswahl des Reiseziels und -domizils. Früher ging man da ins Reisebüro und ließ sich vertauensseelig von der Reiseverkehrsfachfrau das Hotel unterjubeln, welches ihr die höchste Provision bezahlte. heute muss man sich durch unzählige Webseiten pflügen, um ja den Anbieter herauszufinden, der einen am wenigsten übers Ohr haut, bildet dazu eigene Kategorien, um abwägen zu können, ob eine gute An- und Abflugzeit preislich einem Zimmer mit Meerblick vorzuziehen ist oder wie man Halbpension mit Flughafentransfer und Willkommensdrink verrechnet. Vor diesem eigentlichen Buchungsprozess steht natürlich noch der Dschungel der Bewertungsportale – eine Sisyphusaufgabe für jeden, der eine halbwegs vernünftige soziologische Methodenausbildung hat, sich „im Internet“ auskennt, zumindest ansatzweise paranoid und verschwörungstheoretisch angehaucht ist.

Hat man dann das subjektiv optimale Zielort-Preis-Leistungs-Bewertungs-Ratio-Reiseziel ausklamüsert, geht der Urlaub auch schon los.

Berlin hat ja zwei Flughäfen – den stadtnahen in Tegel, mit seinem 70er Jahre Charme ist er eine Art Rolf Eden der Flughäfen – und Schönefeld. Allein die Anreise ist demütigend, man muss eine Regionalbahn nutzen, was sonst in der Hauptstadt nur Brandenburger machen. Jeder weitere Kommentar überflüssig. Erreicht man dann den Flughafen, sieht man zerlumpte Gestalten zwielichter Herkunft, die planlos umherirren – und das ist nur das Personal…

Die Fluggäste verspühen den weltmännischen Charme von Eintopf. Sie haben bunt gefärbte Haare, DIN A 4 Mäppchen mit den Reiseunterlagen, Brustbeutel, schreiende Kinder und müssen alle am Security-Check ihre Taschenmesser, den Reiseproviant und unter Tränen auch Muttis Schminktasche zurücklassen. Dramen.

Im Urlaubsbomber bekommt man dann einen turnbeutelartigen Sack gefüllt mit einem Klumpen Brot, in den ein Streifen Käse gedrückt wurde und eine Schale Wasser. Catering mal ganz anders.  Nach dem Landeklatschen dürfen auch alle aussteigen – wäre ich Pauschalreiseveranstalter, ich würde noch ein Trinkgeldschälchen für den Kapitän aufstellen…

Urlaub an und für sich ist dann toll, auch wenn man wie immer Zweifel an der Reinheit des Poolwassers hat, wenn man sieht, dass der Poolliegennachbar schon im Liegen eifrig seine Nase leerräumt undd die Beute im Handtuch abstreift. Prost Mahlzeit.

Ansonsten alles fein, auch wenn, so gab ein Miturlauber zu bedenken, er ja sonst eher nicht in Hotels ist, die nicht unter deutscher Führung sind. Seine Frau pflichtete ihm bei, ihr dicklicher Junge mampfte landestypische Pommes. Von Vorteil für einen anderen Landsmann ar, dass die anwesenden Türken sogar ganz passabel deutsch sprachen – aber das kann man ja wohl auch erwarten, wenn man sicher die halbe Sippschaft von dem Ali in Deutschland aufgenommen hat…

Nun ja, was soll ich sagen – Urlaub ist schön!

Frühlingsrollen im natürlichen Habitat

März 10, 2012

Wer hätte es gedacht, nun bin ich tatsächlich live dabei, wenn der 2012er-Jahrgang der Frühlingsrollen schlüpft. Das soll ja ein Naturschauspiel sein, vergleichbar nur mit der Wanderung der roten Krabben von Haiti, einem Vulkanausbruch oder wenn sich Düsseldorf zum Shoppen auf der Kö trifft.

Nun also Frühlingsrollen. Die Menschen hier in China sind so ganz und gar euphorisch, denn das Schlüpfen der jungen Frühlingsdinger gilt als eines der fröhlichsten Feste des Jahres und die Menschen lachen viel, viele rollen sogar über den Boden vor lauter Lachen.

Daher kommt auch der Begriff „Frühlingsrollen“ und – na, wer hat es gewusst? –  natürlich auch der Internetbegriff „lol“, denn Chinesen können ja kein „r“ aussprechen.

Lecker sind sie ja auch, die kleinen Dinger und machen einen wirklich irgendwie glücklich.

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